Wie CBD Öl bei Rheuma unterstützen kann

Rheuma schränkt die Lebensqualität der betroffenen Personen oft bedeutsam ein. Medikamente, die notwendige Linderung schaffen, können aber starke Nebenwirkungen haben. Immer mehr Betroffene interessieren sich daher für CBD als natürliche Alternative zu konventionellen Medikamenten.

von Franziska Schneider

CBD Öl Rheuma

Aber hilft es wirklich? Kann CBD sogar das Mittel sein, nachdem du so lange gesucht hast?

In diesem Artikel erfährst du, warum CBD bei Rheuma wirksam sein kann, was wissenschaftliche Untersuchungen ergeben haben und wie es Menschen im Alltag hilft. Außerdem erklären wir dir, welche Produkte am besten geeignet sind, worauf du beim Kauf und bei der Dosierung achten musst.

Was ist Rheuma?

Rheuma ist der umgangssprachliche Oberbegriff für eine Vielzahl von rheumatischen Erkrankungen. Das sind Erkrankungen, die mit Entzündungen und Schmerzen in Muskeln, Gelenken, Bändern, Sehnen oder Knochen einhergehen. Oftmals folgt darauf eine eingeschränkte Funktion bis hin zum Bewegungsverlust. Rheuma tritt meistens erst im Alter auf und Frauen sind häufiger betroffen. Dennoch gibt es immer mehr Kinder und Jugendliche, die an rheumatischen Symptomen leiden.

Derzeit ist Rheuma noch nicht heilbar. Es gibt aber verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Dabei gilt, je früher die Erkrankung festgestellt wird, desto besser sind die Möglichkeiten der Behandlung. Sie zielt auf folgende Punkte ab:

  • Schmerzen zu lindern
  • Die Aktivität der Krankheit zu kontrollieren
  • Die Lebensqualität sowie
  • Die Alltagsfunktion zu verbessern.

Wie Rheuma behandeln?

Die Behandlungsoptionen sind:

  1. Medikamentöse Behandlung
  2. Nicht-medikamentöse Behandlung

Bei der medikamentösen Behandlung achten die Ärzte vor allem darauf, ein Fortschreiten der Krankheit zu verhindern, sowie die Schmerzen zu lindern und die Entzündungen zu hemmen. Bei der nicht-medikamentösen Behandlung spielt ein gesunder Lebensstil und vermehrte, an die Krankheit angepasste, Bewegung eine Rolle.

Medikamente sind in fortgeschrittenem Krankheitsstadium unerlässlich und bieten dem Patienten durchaus mehr Lebensqualität. Die Kehrseite sind die vielen Nebenwirkungen, die sich einschränkend auf den Patienten auswirken können. Zu gängigen Nebenwirkungen von Rheumamedikamenten gehören:

  • Übelkeit
  • Benommenheit
  • Magenverstimmungen
  • Entzündungen im Mund oder in der Magenschleimhaut
  • Hautausschlag
  • Lichtempfindlichkeit
  • Sehstörungen und
  • Kopfschmerzen

Um diese Nebenwirkungen zu vermeiden und aufgrund des spezifischen Wirkungsprofils interessieren sich immer mehr an Rheuma erkrankte Menschen für CBD.

Cannabidiol besitzt potentiell einen großen Gesundheitsnutzen und kann bei Schmerzen und Entzündungen lindernd wirken. Dabei darfst du CBD nicht mit Marihuana verwechseln. CBD wirkt im Gegensatz zu THC, einem weiteren Cannabinoid aus der Cannabispflanze, weder psychoaktiv, noch macht es abhängig.

Ein weiterer Vorteil von CBD ist, dass es fast keine Nebenwirkungen besitzt. Gerade für Menschen, die aufgrund ihrer Krankheit normalerweise viele verschiedene Medikamente mit oftmals starken Nebenwirkungen zu sich nehmen müssen, kann CBD interessant sein.

CBD Wirkung

Wie kann CBD Öl bei Rheuma wirken?

CBD kann sehr wirkungsvoll sein, da es auf ein bestimmten Nervensystem im Körper, das Endocannabinoid-System (ECS) wirkt. Das ECS besitzt Neurorezeptoren, CB1 und CB2, die sich sowohl im zentralen, als auch im peripheren Nervensystem befinden.

Dadurch beeinflusst es Prozesse wie Schmerzempfinden, Schlaf, Appetitempfinden oder die Stimmung. CBD hilft, dass das ECS besser funktionieren und somit das Gleichgewicht des Körpers wieder hergestellt werden kann.

Bei rheumatischen Beschwerden kann CBD besonders wirksam sein, da es mit den Neurorezeptoren CB1 und CB2 interagiert und damit sowohl auf das Schmerzempfinden einwirken, als auch entzündungshemmend wirken kann.

Speziell CB2 spielt eine wichtige Rolle für dein Immunsystem. Da Rheuma dazu führt, dass dein Immunsystem selbst das Gewebe in Knochen und Gelenken angreift, kann diese Interaktion positive Effekte erzielen. Durch die entzündungshemmenden Eigenschaften kann CBD dazu beitragen, dass rheumatische Erkrankungen gestoppt oder verlangsamt werden.

Hat CBD Öl Nebenwirkungen?

Es sind keine ernsthaften Nebenwirkungen für CBD bekannt. Auch die Weltgesundheitsorganisation bestätigt, dass die Einnahme von CBD generell unbedenklich ist 1)CANNABIDIOL (CBD). Critical Review Report, Volltext, 2018. Es kann aber zu leichten Nebenwirkungen kommen. Gerade in Verbindung mit längerer Einnahme von Rheuma-Medikamenten können diese etwas stärker ausfallen. Dazu zählen:

  • Übelkeit
  • Müdigkeitserscheinungen oder Schläfrigkeit
  • Durchfall
  • Appetitveränderungen

Du solltest, wenn du überlegst CBD gegen deine rheumatischen beschwerden einzunehmen, unbedingt vorher mit deinem Arzt sprechen. CBD hat Wechselwirkungen mit verschiedenen Medikamenten und könnte deine Medikation beeinträchtigen. Ebenso solltest du CBD nicht einnehmen, während du stillst. Es liegen noch keine Studien darüber vor, wie CBD auf Säuglingen wirkt, daher sollten stillende Frauen und Kinder unter zwei Jahren kein CBD einnehmen. Darüber hinaus solltest du dich mit deinem Arzt absprechen, wenn du unter Funktionsstörungen der Leber leidest.

Eine Tierstudie 2)Ewing, L. et.al.: Hepatotoxicity of a Cannabidiol-Rich Cannabis Extract in the Mouse Model, hier im Volltext, Molecules 2019, in der Mäusen eine sehr hohe Konzentration von CBD verabreicht wurde, führte teilweise zu Lebervergiftungen. Ob die gleichen Ergebnisse auch bei Menschen zustande kämen, ist unklar.

Definitiv brauchst du dir aber keine Sorgen machen, dass du von CBD “high” wirst. Es versetzt dich nicht in einen Rauschzustand und bewirkt keine Abhängigkeit. Zwar besitzen Vollspektrum-Produkte in Deutschland einen geringen Anteil an THC. Dieser liegt aber unter dem gesetzlich erlaubten Maximalwert von 0,3 Prozent. Die meisten qualitativ hochwertigen CBD Produkte besitzen sogar nur einen THC-Anteil von 0,2 Prozent. Das ist deutlich zu wenig, um einen berauschenden Effekt zu spüren.

CBD Erfahrungen und Studien

Wissenschaftliche Studien und Anwendererfahrungen

Das Wirkungsprofil von CBD bei rheumatischen Erkrankungen ist sehr positiv, doch bestätigt sich die Theorie? In diesem Abschnitt erfährst du, zu welchen Ergebnissen die Wissenschaft kommt, und was die CBD Anwender für Erfahrungen gemacht haben.

Was wissenschaftliche Ergebnisse sagen

Die erste Studie 3)Blake, D.R. et.al.: Preliminary assessment of the efficacy, tolerability and safety of a cannabis-based medicine (Sativex) in the treatment of pain caused by rheumatoid arthritis., hier im Volltext, Rheumatology (Oxford) 2006 zu CBD und Rheuma untersuchte den Einsatz eines Medikamentes mit CBD bei der Behandlung von Gelenkrheumatismus (rheumatoide Arthritis). Sie ergab, dass Entzündungen und Schmerzen nach einer 5-wöchigen Einnahmepha se signifikant zurückgingen.

Eine Studienübersicht 4)Russo E.B.: Cannabinoids in the management of difficult to treat pain., hier im Volltext, Ther Clin Risk Manag. 2008 von 2008 konnte aufzeigen, dass CBD bei chronischen Schmerzen wirksam sein konnte ohne signifikante Nebenwirkungen zu erzeugen. Zusätzlich konnte auch das Schlafverhalten der Probanden verbessert werden.

Eine neuere Tierstudie 5)Hammell, D C et al. “Transdermal cannabidiol reduces inflammation and pain-related behaviours in a rat model of arthritis.”, hier im Volltext, European journal of pain 2016 aus dem Jahr 2016 untersuchte ebenfalls die Wirkung von CBD auf chronische Schmerzen, verursacht durch Gelenkrheumatismus. In dieser Studie wurde CBD Gel auf die Haut aufgetragen. Die Untersuchungen ergaben, dass die äußerliche Anwendung von CBD Potenzial zur Linderung von Schmerzen und Entzündungen bei Arthritis besitzt, ohne offensichtliche Nebenwirkungen zu haben.

Diese Studienergebnisse sind vielversprechend, weil sie aufzeigen, dass CBD die Kernprobleme von rheumatischen Erkrankungen (Schmerzen und Entzündungen) wirksam lindern kann. Ein weiterer Vorteil für Rheumapatienten sind die nicht-vorhandenene beziehungsweise sehr geringen Nebenwirkungen der Behandlung.

Erfahrungsberichte von Anwendern

Wissenschaftliche Untersuchungen bescheinigen CBD demnach das Potential, bei Rheuma positive Effekte zu erzielen. Doch was sagen die Anwender? Funktioniert CBD auf diesem Anwendungsgebiet auch im Alltag?

Zwei Seniorinnen berichten, dass CBD ihre Rheumabeschwerden nach Jahren von Therapie und Behandlung deutlich lindern konnte. Eine 72-jährige Dame beschreibt, wie konventionelle Medikamente bei ihr nicht anschlagen konnten und selbst die Ärzte die Therapie bereits aufgaben. Als sie anfing, eine Mischung aus CBD und THC zu sich zu nehmen, wurden ihre Schmerzen zum ersten Mal nach sieben Jahre erfolgloser Therapie gelindert.

Eine 63-jährige Dame erklärt, dass sie durch die Einnahme von CBD-Öl deutlich reduzieren konnte. Vor CBD war sie gezwungen, Morphium zu nehmen und benötigte Stunden, um nach dem Aufstehen in den Tag zu starten. Durch die Einnahme von CBD konnten ihre Beschwerden deutlich gelindert und ihre Medikamente reduziert werden.

Weitere positive Erfahrungsberichte kannst du in deutschsprachigen Rheumaforen finden. Viele Mitglieder tauschen sich dort über die Erfahrungen mit CBD aus und beschreiben, wie ihre Schmerzen gelindert werden konnten. Teilweise sprechen Nutzer von einer Verbesserung der Symptome von bis zu 70 Prozent.

CBD Produkte

Welches Produkt sollte ich wählen und wie wende ich es an?

CBD Produkte kannst du mittlerweile in unterschiedlichen Formen und Stärken erwerben. Es gibt CBD Produkte in der Form von Ölen, Kapseln, Salben, Liquids für den Vaporizer, und Lebensmittel wie Gummibärchen.

Die beliebteste Form der Einnahme sind CBD Öle. Es gibt sie in verschiedenen Stärken, von 2,5 bis 20 Prozent. Dabei gibt die Prozentzahl an, wie viel CBD Gehalt sich insgesamt im Produkt befindet. Das bedeutet, dass in einem 10 ml Fläschchen mit 2,5 Prozent 250 mg CBD enthalten sind. Pro Milliliter sind es daher 25 mg.

CBD Öle nimmst du am besten sublingual ein. Dazu träufelst du die gewünschte Menge an Tropfen unter die Zunge und lässt sie dort circa eine Minute einwirken. Dadurch gelangen sie direkt in die Blutbahn und die Wirkung tritt sehr schnell ein. Eine Alternative ist das äußerliche Auftragen des Öls, direkt auf die Stelle beziehungsweise das Gelenk, das entzündet ist und schmerzt. Wie weiter oben beschrieben konnten äußerlich aufgetragene CBD Gele Entzündungen und Schmerzen effektiv lindern.

Eine weitere bewährte Methode für Rheumapatienten ist die Einnahme von CBD Kapseln. Auch die Kapseln gibt es in verschiedenen Stärken, so dass du sehr präzise gemäß deiner individuellen Dosierung dosieren kannst. Die Kapseln haben den Vorteil, dass sie geschmacksneutral sind und daher auch für Leute geeignet, die den etwas herberen CBD Geschmack nicht ganz so mögen.

Da CBD so gut wie keine Nebenwirkungen besitzt, kannst du es sowohl akut, kurweise, als auch dauerhaft einnehmen. Rheumapatienten berichten von der erfolgreichen Einnahme über Jahre hinweg. Natürlich kannst auch zwei Einnahmeformen kombinieren, beispielsweise die täglichen Kapseln in dauerhafter Einnahme mit dem äußerlichen Auftragen für akute Fälle, wenn ein Gelenk besonders schmerzt. Dabei ist der Einnahmezeitpunkt von der persönlichen Präferenz abhängig.

CBD Dosierung

Dosierung von CBD bei Rheuma

Die Dosierung von CBD ist sehr individuell von Mensch zu Mensch. Sie hängt von Faktoren ab wie:

  • Dem Körpergewicht
  • Der individuellen Körperchemie
  • Den Beschwerden und ihrem Schweregrad

Wenn du bisher noch kein CBD einnimmst, empfehlen wir dir, mit einer geringen Dosis zu beginnen. Sprich dich auch auf jeden Fall mit deinem Arzt ab, um eventuelle Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten zu vermeiden und die Dosierung gemeinsam zu protokollieren. Laut eines Experten erfahren die meisten Rheumapatienten eine Verbesserung ihrer Symptome bei 20 – 35 mg CBD pro Tag. Die nachfolgende Tabelle gibt dir einen Überblick, wie du das Öl und die Kapseln dosieren kannst, um auf diese Gesamtdosis zu kommen:

Produkt Stärke Dosierung Anwendung
CBD Öl 5% 3 – 5 Tropfen 3 mal täglich
20% 1 – 2 Tropfen 2 – 3 mal täglich
CBD Kapseln 4 % 2 Kapseln 2 mal täglich
10% 1 Kapsel 2 mal täglich

Solltest du noch Zweifel haben, ob du nicht eventuell überdosieren kannst, können wir dich beruhigen. Bei CBD kannst du keine gefährliche Überdosierung bekommen. Es wirkt nicht auf die Bereiche im Gehirn, die für die Atmung zuständig sind. Solltest du CBD aus Versehen in zu hoher Dosierung eingenommen haben, kann es gut sein, dass du sehr schläfrig wirst. Gefährliche Nebenwirkungen treten aber im Normalfall nicht ein.

Vor dem Kauf: Was muss ich beachten?

Um all die potentiellen Vorteile von CBD nutzen zu können, empfehlen wir dir, dass du auf folgende Faktoren achtest, um ein qualitativ hochwertiges Produkt zu erwerben:

  • Herkunft und Anbau: Achte bei deinem Produkt unbedingten darauf, dass es aus ökologischer Landwirtschaft stammt. Somit verhinderst du, dass dein Produkt mit eventuell schädlichen CHemikalien verunreinigt ist.
  • THC-Gehalt: Damit es legal ist, darf dein Produkt maximal 0,3 Prozent THC enthalten. Normalerweise besitzen die Produkte von hochwertigen deutschen Herstellern bis zu 0,2 Prozent THC.
  • Vollspektrum-Öl: Das bedeutet, dass neben CBD weitere Cannabinoide und Terpene enthalten sind. Das führt dazu, dass die Cannabinoide und Terpene sich gegenseitig ergänzen und in ihrer Wirkung verstärken.
  • Analysezertifikat: Der Hersteller sollte ein Analysezertifikat eines unabhängigen Labors vorzeigen können, damit du sicher weißt, was dein CBD Produkt beinhaltet.
  • MCT-Öl als Trägeröl: Bei CBD Ölen wird der CBD Extrakt in einem Trägeröl gelöst. Hochwertige Hersteller nutzen dafür MCT Öl oder Hanfsamenöl.

Fazit

CBD konnte sich in der Therapie bei Rheuma-Erkrankungen sowohl in klinischen Studien als auch in der Anwendung im Alltag als wirksam erweisen. Der Große Vorteil gegenüber konventionellen Medikamenten ist, dass CBD kaum Nebenwirkungen besitzt.

Für dich als Rheumapatient ist es jedoch wichtig, dich vor der Einnahme bei deinem Arzt zu informieren, ob CBD eventuell zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten führt.

Was ist deine Meinung zu der Einnahme von CBD bei rheumatischen Erkrankungen? Wie hat dir unser Artikel gefallen? Berichte von deinen Erfahrungen und hinterlasse einen Kommentar!

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