Was sind synthetische Cannabinoide und wie wirken sie?

Hast du schon von synthetischen Cannabinoide gehört? Möchtest du mehr über die Wirkung und mögliche Gefahren wissen? In diesem Beitrag informieren wir dich über die vermeintliche Alternative zu Marihuana, mögliche Nebenwirkungen, Anwendungsgebiete und Gefahren.

von Franziska Schneider

Synthetische Cannabinoide

Damit du dich schützen kannst, erfährst du in diesem Beitrag zudem alles über die Entstehung, Bedeutung und Wirkung von synthetischen Cannabinoiden. Alle unsere Recherchen basieren dabei wie gewohnt auf aktuellen Studien zum Thema.

Über die Links kannst du dich so weiter informieren.

Was sind synthetische Cannabinoide?

Synthetische Cannabinoide sind bewusstseinsverändernde Chemikalien. Für die Einnahme werden sie auf getrocknetes und zerkleinertes Pflanzenmaterial gesprüht, um die Chemikalien dann zu rauchen.

Ebenso sind synthetische Cannabinoide auch in Form von Flüssigkeiten erhältlich. Mit einer E-Zigarette oder anderen Geräten, kann die Flüssigkeit dann verdampft und inhaliert werden.

Da die Chemikalien eine gewisse Ähnlichkeit zu denen einer Marihuana-Pflanze haben, werden sie als Cannabinoide bezeichnet. Aufgrund der Ähnlichkeit werden sie oft fälschlicherweise als „synthetisches Marihuana“ oder „falsches Gras“ bezeichnet.

Deshalb werden sie häufig als sichere und legale Alternative angepriesen.

Allerdings ist die Wirkung viel stärker als bei Marihuana und keineswegs sicher. Synthetische Cannabinoide wirken psychoaktiv, das heißt sie können das Gehirn viel stärker beeinflussen und haben die gleichen Wirkungen wie andere illegale Drogen.

Ihre tatsächlichen Auswirkungen können unvorhersehbar und in einigen Fällen gefährlicher oder sogar lebensbedrohlich sein.

Wo kann man synthetische Cannabinoide kaufen?

Die synthetischen Cannabinoide sind weit verbreitet. Deshalb haben Verbraucher einige Möglichkeiten sie zu erwerben. So lassen sie sich bei einzelnen Drogendealern kaufen, bei Convenience Stores oder auch online als Weihrauch oder natürliches Kräuterprodukt.

Händler, die synthetische Cannabinoide verkaufen, sind beispielsweise:

  • Kush
  • K2
  • Spice
  • Mr.Happy
  • Scooby Snax
  • Kronic

Wie entstehen synthetische Cannabinoide?

Der Markt für synthetische Cannabinoide begann sich im Jahr 2000 zu entwickeln. Die Gründe dafür: technologischer Fortschritt und das anhaltende Verbot von Marihuana. Dadurch erweiterte sich die Drogenforschung und die chemische Produktion

Diese Produkte wurden in pflanzlichen Rauchmischungen hergestellt, verkauft und als “legaler” Marihuana Ersatz vermarktet.

Nach dem die Produkte verpackt sind, werden sie mit einer Marke versehen, um eine Ähnlichkeit mit der Wirkung von Marihuana herzustellen.

Allerdings unterscheiden sie sich im Geschmack, Geruch und Aussehen, da es sich um eine Kräutermischung handelt, die mit synthetischen Cannabinoide übergossen wurde.

Wie wirken synthetischen Cannabinoide auf das Gehirn?

Die Auswirkungen synthetischer Cannabinoide auf das menschliche Gehirn sind bisher nur sehr gering erforscht. Doch Forscher sind sich einig, dass bei einigen die Bindung an die Gehirnzellrezeptoren und deren Wirkung auf das Gehirn viel stärker als Marihuana ist.

Ähnliche Wirkungen wie bei dem Konsum von Marihuana sind bekannt, z.B. Entspannung, erhöhte Stimmung und eine veränderte Wahrnehmung von Objekten.

Da aber die chemische Zusammensetzung vieler synthetischer Cannabinoid-Produkte unbekannt ist, können diese unvorhergesehene Auswirkungen auslösen, wie z.B.:

  • Verwirrung
  • Paranoia
  • Halluzinationen
  • Psychosen

Was sind negative Effekte der synthetischen Substanzen?
Konsumenten von synthetischen Cannabinoiden, die in die Notaufnahme mussten, berichteten von:

  • Erbrechen
  • gewalttätiges Verhalten
  • Selbstmordgedanken
  • Schnelle Herzfrequenz

Synthetische Cannabinoide können außerdem Krampfanfälle, Nierenschäden sowie eine verminderte Blutversorgung des Herzens verursachen. Zudem ist der Gebrauch dieser Substanz mittlerweile schon mit vielen Todesfällen verbunden.

Können synthetische Cannabinoide meiner Gesundheit schaden?

Es hängt von vielen Faktoren ab, welche gesundheitlichen Probleme auftreten können. Diese Faktoren sind beispielsweise welches synthetische Cannabinoid eingenommen wurde, die Dosis und die Dauer des Konsums.

Je nachdem welche Faktoren in welcher Form auftreten, kann es zu schweren Erkrankungen, Beeinträchtigung der Gehirnfunktion und sogar zum Tod kommen. Weitere Gesundheitsprobleme können z.B. sein:

  • hoher Blutdruck
  • Atemprobleme
  • Schlaganfall bis Herzinfarkt
  • Muskelschäden
  • Nierenversagen
  • Anfälle
  • Schläfrigkeit und Schwindel

Langzeitstudien, über eine Einnahme über einen sehr langen Zeitraum, sind bisher noch nicht ausreichend erforscht worden.

Machen synthetische Cannabinoide süchtig?
Synthetische Cannabinoide können definitiv süchtig machen. Bei einem sofortigen Abbruch der regelmäßigen Einnahme kommt es zu Entzugserscheinungen. Dann treten Symptome auf wie beispielsweise:

  • Angst
  • Kopfschmerzen
  • Depression
  • Reizbarkeit

Synthetische Cannabinoide konsumieren

Wie werden synthetische Cannabinoide konsumiert?

Das Rauchen des getrockneten Pflanzenmaterials ist die häufigste Art der Anwendung. Hierbei wird das Pflanzenmaterial entweder mit Marihuana vermischt oder in einem Tee aufgebrüht.

Es besteht allerdings auch die Möglichkeit, die synthetischen Cannabinoide als Flüssigkeit zu kaufen, um es in einer E-Zigarette zu verdampfen.

Entstehen Langzeitfolgen bei regelmäßiger Einnahme?

Menschen, die über einen längeren Zeitraum regelmäßig synthetische Cannabinoide konsumierten, berichteten von Entzugserscheinungen. Demzufolge kann man bei starkem Konsum süchtig werden.

Wie stark die folgenden Symptome sind, hängt von der Regelmäßigkeit und der Stärke des Konsums ab.

Bei kurzfristigen Abbruch einer unregelmäßigen Einnahme können folgende Symptome auftreten:

  • Schwitzen
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Schwere Angst
  • Kopfschmerzen
  • Schlafprobleme

Nach längerem Konsum und augenblicklichen Aufhören können schwerwiegende Symptome auftreten, z.B:

  • Schnelle Herzfrequenz
  • Atembeschwerden
  • Schmerzen in der Brust

Was sagt das Gesetz?

In Deutschland sind seit dem 26. November 2016 ca. 80-90% der synthetischen Cannabinoide illegal. Andere Substanzen, die zu dieser Gruppe gehören, sind schon seit dem 22. Januar 2009 illegal, z.B.:

  • CP 47.497
  • die Homologe C6, C8 und C9 von CP 47.497
  • JWH-018

Fazit

Durch Verfälschung, Substitution, unbekannter Auswirkung und unterschiedlichsten Dosierungen entstehen viele Risiken bei der Einnahme synthetischer Cannabinoide für die eigene Gesundheit. Daher sind sie mit hoher Vorsicht zu betrachten.

Im Allgemeinen wird natürliches Marihuana gegenüber synthetischer Produkte bevorzugt, aber solange Marihuana illegal und nicht immer erhältlich ist, wird der Wunsch nach synthetischen Formen bestehen bleiben.

Synthetische Cannabinoide werden hauptsächlich im Ausland heimlich hergestellt und verkauft. Das wird sich auch nicht ändern, solange es für die Verkäufer und Käufer möglich ist.

Für eine Verbesserung sollten ausländische Regierungen bei Importen noch besser nach illegalen Drogen suchen und dagegen vorgehen.

Lehrer, Eltern und das öffentliche Gesundheitswesen sollten Schüler und Erwachsene über Risiken illegaler Drogen aufklären.

Hier findest du eine Übersicht von verschiedenen CBD-Produkten.

Hat dir der Artikel gefallen? Hast du etwas neues über die Gefahren von synthetischen Drogen gelernt? Oder hast du bereits deine eigenen Erfahrungen gemacht? Teile doch gerne deine Erfahrungen und deine Meinung zu diesem Thema in den Kommentaren.

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